Traditionelle Frauenkräuter

Traditionelle Frauenkräuter

Es gibt Pflanzen, die Frauen in Lettland seit vielen Generationen kennen und nutzen. Haushalt, Arbeit und Familie – all das erfordert viel Kraft, Ausdauer und gute Gesundheit. Deshalb lohnt es sich, die Natur und die besondere Kraft der Pflanzen zur Unterstützung heranzuziehen.

Rotklee (Trifolium pratense) wird traditionell verwendet, um altersbedingte Veränderungen im weiblichen Körper zu mildern. Er kann dazu beitragen, zahlreiche Symptome zu lindern, die mit einem Östrogenmangel während der Menopause oder in anderen Situationen eines Östrogendefizits verbunden sind. Dazu zählen Herzprobleme, Hautalterung, Osteoporose, Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen.
Diese Wirkung hängt direkt mit Isoflavonen zusammen – äußerst empfindlichen Inhaltsstoffen, die beim Trocknungsprozess verloren gehen. Der Unterschied unserer Tinktur zu industriell hergestellten Produkten besteht darin, dass wir den Rotklee nicht trocknen, sondern geben ihn direkt frisch vom Feld in das Mazerationsgefäß.


Grüner Hafer (Spitzen mit Körnern im Milchreifestadium) gelten als wunderbares Mittel für das allgemeine Wohlbefinden. Er kann die Stimmung verbessern, Anspannung reduzieren und zudem das Gedächtnis sowie die kognitiven Fähigkeiten fördern. Grüner Hafer wirkt regenerierend auf das Nervensystem. Eine weitere – nicht minder wichtige – Wirkung ist die Förderung von Libido und einer gesunden Sexualität. Grüner Hafer besitzt ein sehr breites Wirkungsspektrum: Die enthaltenen Antioxidantien, insbesondere Polyphenole und die einzigartigen Avenanthramide, verbessern die Durchblutung - vor allem im Kopf- und Gehirnbereich. Sie fördern die Herzgesundheit, senken den Cholesterin- und Glukosespiegel, wirken entzündungshemmend und beugen entzündungsbedingten Erkrankungen vor.
Im Lettland der Vorkriegszeit wurde grüner Hafer zudem zur Minderung von Nikotin- und Drogenabhängigkeit eingesetzt.

Frauenmantel (Alchemilla vulgaris) ist eine Pflanze mit einem sehr breiten Wirkungsspektrum. Vor allem gilt sie als natürliche Unterstützung in allen Lebensphasen der Frau. Sie kann die weiblichen Organe stärken, Beschwerden im Zusammenhang mit Veränderungen während der Menopause lindern sowie Schmerzen und Entzündungen während der Menstruation und der Wechseljahre reduzieren. Zudem kann sie den Stoffwechsel unterstützen, das Körpergewicht regulieren und die Leberfunktion fördern. Auch Reizbarkeit und innere Unruhe können gemildert werden.

Bitte beachten Sie, dass gerade die Tinkturform es ermöglicht, dass die Wirkung und die Prozesse der aktiven Inhaltsstoffe schneller und effizienter ablaufen.

Ich wünsche Ihnen, schön und lebensfroh zu bleiben – ganz gleich, wie alt Sie sind.
Māra Bergmane

 

Bei Erkrankungen sollte die Anwendung von Pflanzen mit dem behandelnden Arzt besprochen werden – idealerweise mit einem Arzt oder Phytotherapeuten.

Dieses Material ist nicht zur Diagnose oder Behandlung von Krankheiten bestimmt.

Studien & Fachliteratur anzeigen

Diese Übersicht enthält die im Beitrag herangezogenen wissenschaftlichen Quellen und Fachveröffentlichungen.

      Atkinson, C. et al. (2004).
Red clover extract and bone health in postmenopausal women: a 12-month randomized controlled trial.
American Journal of Clinical Nutrition, 79(2): 326–333.

      Beck, V. et al. (2005).
Phytoestrogens derived from red clover: an alternative to estrogen replacement therapy?
Journal of Steroid Biochemistry and Molecular Biology, 94(5): 499–518.

      Rote Kleeblüte – Phytoöstrogene aus dem Rotklee.
Zeitschrift für Phytotherapie, 2005.

      Rotklee-Extrakte zur Behandlung klimakterischer Beschwerden.
Phytotherapie aktuell, 2002.

      Upton, R. (2001).
Alchemilla vulgaris (Lady's Mantle) – Monograph.
American Herbal Pharmacopoeia.

      Hagers Handbuch der Pharmazeutischen Praxis.

      Frauenheilpflanzen in der Erfahrungsheilkunde.
Zeitschrift für Phytotherapie, 2008.

 

  • Frauenmantel

    Frauenmantel

    Frauenmantel (Alchemilla vulgaris) - dies ist eine jener Pflanzen, denen wir es verdanken, dass wir heute hier sind. Denn unsere fernen Ur-Ur-Ur-Urgroßmütter wussten, wie man Frauenmantel richtig nutzt. Nicht umsonst ist diese Pflanze sowohl der heidnischen lettischen Göttin Māra als auch der Gottesmutter Maria gewidmet. Frauenmantel half Frauen zu überleben, erleichterte Geburten und half ihnen, auch im Alter stark zu bleiben. Es ist ein echtes Frauenkraut.

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