So leben und arbeiten wir hier in Upmaļi – im Einklang mit der Natur und ihren Rhythmen.

Jede Jahreszeit wird Teil unserer Geschichte.

Frühling

Der Frühling beginnt mit neuen Vogelhäuschen und dem Pflanzen von Bäumen. Der Rosenwurz beginnt zu blühen – ein neuer Arbeitszyklus hat begonnen. In den Gewächshäusern von Upmaļi erwachen die jungen Setzlinge. Auf unseren wilden Wiesen und in den Wäldern bauen die Vögel ihre Nester, und die Rufe der Kraniche und Schwäne sind selbst nachts zu hören. Wir pflügen, säen, pflanzen und jäten. Viel Arbeit. Sehr viel Arbeit.



Sommer

Bis zur Sommersonnenwende muss alles ausgesät, gepflanzt und gejätet sein. So will es die Tradition der Kurländer. Weißdorn und Holunder blühen – der richtige Moment, um mit der Herstellung von Tinkturen zu beginnen. Wenn auf den wilden Wiesen Rotklee und Labkraut zu blühen beginnen, ist sie da: die wahre Magie der Natur – die Sommersonnenwende. Mit Kräutersammeln, Kränzeflechten, Lagerfeuern und Gesang bis zum Morgengrauen. Der Sommer steht in voller Blüte. Die Düfte von Rosen, Pfefferminze und Drachenkopf erfüllen die Gärten, und die Sonne begleitet uns bei der Arbeit vom frühen Morgen bis zum Abend. Wunderschön. Das würden wir gegen nichts eintauschen.



Herbst

Die ersten Herbstfröste setzen ein, doch in den Gärten blühen noch Ringelblumen und Rosen. Der Rosenwurz muss ausgegraben, gewaschen und getrocknet werden – eine Aufgabe für die ganze Familie. Ein Teil der Wurzeln ist für Tees bestimmt, der Großteil wird zu Rosenwurz-Tinktur verarbeitet. Aus der Trocknerei strömt ein süßer Duft – dort fermentieren Apfel-, Kirsch- und Himbeerblätter. Die Kräutertees können hergestellt werden. Sehr viel Arbeit. An frostigen Morgen frieren auf dem Feld die Hände. Kraniche und Schwäne ziehen fort, und nachts hallt in den Wäldern das Röhren der Hirsche.



Winter

Keine Ruhepause. Die Tees entstehen, und die gesamte Manufaktur duftet. Das Abfüllen der Tinkturen ist besonders sorgfältige Arbeit – die Pflanzen werden entfernt, gepresst, filtriert und die fertige Tinktur in Fläschchen gefüllt. Es ist auch eine Zeit des Lernens: Wer Heilpflanzenprodukte herstellen will, muss die neuesten Studien und die Erkenntnisse der Phytotherapeuten kennen.
Die Rosenwurzfelder und Obstgärten liegen im Winterschlaf unter einer weißen Schneedecke. So ist ein Jahr vergangen. Jetzt warten wir auf den Frühling.